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Todaysai.ai: Vom universitären Seminarprojekt zum KI-Wegweiser für den Bildungsalltag

Jeder Eintrag wird anschließend von Le und den beteiligten Studierenden manuell geprüft, wie Newswise hervorhebt.

Todaysai.ai: Vom universitären Seminarprojekt zum KI-Wegweiser für den Bildungsalltag

Seit dem Start im späten Frühjahr 2026 hat die Plattform Todaysai.ai laut Newswise über 130.000 Besucher verzeichnet. Hinter dem Projekt steht Wei Le, Professorin für Informatik an der Iowa State University, gemeinsam mit einem kleinen Team aus Graduierten. Aus einem wöchentlichen Seminarblock im Curriculum wurde ein öffentliches Verzeichnis, das KI-Werkzeuge täglich aktualisiert und strukturiert aufbereitet.

Aufbau und Kategorienstruktur

Todaysai.ai ist als durchsuchbares Hub angelegt und katalogisiert nach Angaben von Le Hunderte von KI-Tools. Die Sortierung folgt Kategorien wie Bildgenerierung, Videogenerierung, persönliche Assistenten und Chat-LLMs, Coding und Infrastruktur sowie experimentelle Werkzeuge aus Bildung, Storytelling und kreativen Anwendungen. Pro Eintrag liefert die Plattform Kurzbeschreibung, Use Cases, Demo-Links und Notizen zum realen Verhalten des jeweiligen Modells. Design und Navigation sind bewusst reduziert: klare Linien, einfache Sprache, Barrierefreiheit als explizites Ziel.

Workflow zwischen KI-Vorerfassung und manueller Prüfung

Das Team nutzt KI-gestützte Verfahren, um neu erscheinende Tools zu identifizieren und vorzusortieren. Jeder Eintrag wird anschließend von Le und den beteiligten Studierenden manuell geprüft, wie Newswise hervorhebt. Fehlen offizielle Demos, erstellt das Team einfache Visualisierungen, um die Funktionsweise zu verdeutlichen. Wichtig für die Einordnung: Die Plattform verzichtet auf Ranglisten oder Trenddeutungen und versteht sich laut Le als Übersetzungs- und Kontextschicht, nicht als Bewertungsinstanz.

Einordnung für die Schulpraxis

Für Schulen und Schulträger ist primär relevant, dass Todaysai.ai kostenfrei nutzbar ist und ohne Ranking auskommt. Die Plattform eignet sich damit als ergänzende Beobachtungsquelle für den Werkzeugmarkt, nicht als Ersatz für eine eigene Datenschutz-, Curricula- und Infrastrukturprüfung. Wer ohnehin regelmäßig neue Tools sichten muss, kann den Dienst zur Vorsortierung in den Workflow einbinden – eine abschließende Auswahlentscheidung bleibt hausintern. Go für den Einsatz als zusätzliche Sichtungsquelle, No-Go als alleinige Entscheidungsgrundlage.

Im selben Zeitraum haben weitere Anbieter KI-Funktionen für den Bildungsbereich angekündigt: Renaissance hat nach PR Newswire für das Schuljahr 2026/2027 "Renaissance Intelligence" vorgestellt, das Bewertung, Curriculum, Unterricht und Übung in einem Workflow zusammenführen soll. Die bestehende Savvas-Integration erreichte laut PR Newswire im vergangenen Jahr über 1,3 Millionen Schülerinnen und Schüler. EdTalkies hat zudem laut EIN News "Ai Blackboard" eingeführt; über die Pressemitteilung hinaus liegen keine weiteren Details vor.