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Haus der Musik Tickets: Wann lohnt sich der Online-Kauf?

Die Tarifstruktur des Hauses der Musik in Wien folgt einer bemerkenswert klaren Logik: Der Standardpreis für erwachsene Einzelbesucher gilt sowohl an der Museumskassa als auch über offizielle Online-Verkaufsstellen.

Haus der Musik Tickets: Wann lohnt sich der Online-Kauf?

Wer den Online-Kauf allein unter dem Gesichtspunkt einer möglichen Kostenersparnis bewertet, verkennt deshalb die eigentliche Entscheidungsfrage. Die Differenz zwischen analoger und digitaler Buchung liegt nicht primär im Preis, sondern in der Verfügbarkeit, der zeitlichen Bindung und möglichen digitalen Zusatzleistungen.

Haus der Musik

Haus der Musik

4,7· 374 Bewertungen
An der Kasse19 €
Onlineab 19 €je nach Option

Preise geprüft am 20. August 2026 · aktueller Preis auf der Partnerseite.

Offizielle Website — viennapass.de

  • Dauer des Besuchs: 2–3 Std.
  • Beste Besuchszeit: vormittags

Richtpreise, Änderungen möglich — Preis und Verfügbarkeit auf der Partnerseite bestätigen.

Partnerlink — GetYourGuide-Tickets

Genau diese Unterscheidung entscheidet darüber, ob es sinnvoll ist, Tickets zu kaufen für das Haus der Musik – oder ob die Online-Buchung lediglich denselben Vorgang ein wenig früher erledigt. Für spontane Einzelbesucher kann die Tageskassa vollkommen ausreichen. Wer den Museumsbesuch jedoch in eine Reiseplanung, einen Schultermin oder eine längere Kulturroute einbettet, bewertet dieselben Tickets unter anderen Vorzeichen.

Preisstruktur und Tarifoptionen für Einzelbesucher

Die regulären Eintrittspreise des Hauses der Musik sind nach Alter und Status gestaffelt. Für erwachsene Besucherinnen und Besucher gilt ein Standardpreis, der sowohl am Schalter als auch über die offiziellen Online-Kanäle identisch ausfällt. Ermäßigte Tickets richten sich an Studierende unter 27 Jahren sowie an Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren. Kinder unter 12 Jahren erhalten ein eigenes Ticket, Kinder unter 3 Jahren haben freien Eintritt.

KategorieTarif
Erwachsene19,00 €
Ermäßigt: Studierende unter 27, Seniorinnen und Senioren ab 6015,00 €
Kinder unter 12 Jahren8,00 €
Kinder unter 3 Jahrenfreier Eintritt

Diese Tarifmatrix bildet die formale Grundlage für die Entscheidung. Sie ist aber nicht das einzige Kriterium. Wer Tickets kaufen möchte für das Haus der Musik, sollte zusätzlich klären, wie verbindlich der Besuchstermin bereits ist, wie viele Personen teilnehmen und ob ein digitales Zusatzangebot interessant ist.

Für eine einzelne Person ohne festen Zeitplan bleibt die Kassa daher eine vernünftige Option. Der direkte Kauf vor Ort ist unkompliziert, und der reguläre Eintritt wird dadurch nicht teurer. Anders sieht es aus, wenn der Besuch nur in ein enges Zeitfenster passt. Dann wird die Frage der Verfügbarkeit wichtiger als die Frage, ob der digitale Kauf ein paar Minuten zusätzliche Vorbereitung verlangt.

Auch die Zusammensetzung der Gruppe kann den passenden Tarif verändern. Eine Familie mit kleinen Kindern, ein Paar mit einer ermäßigungsberechtigten Person und eine Schulklasse kaufen zwar jeweils Eintrittskarten, befinden sich aber in völlig unterschiedlichen Entscheidungssituationen. Der Preisvergleich sollte deshalb nicht bei der einzelnen Erwachsenenkarte enden, sondern die gesamte Gruppe und den geplanten Ablauf berücksichtigen.

Vorteile der digitalen Buchung gegenüber der Tageskassa

Der Online-Kauf erspart keine Euros – er erspart Wartezeit und schafft verbindliche Planbarkeit.

Der zentrale strukturelle Vorteil des Online-Kaufs liegt nicht in einer Preisdifferenz, sondern in der Verlagerung des Transaktionszeitpunkts. Wer im Voraus bucht, entkoppelt den Eintrittsvorgang vom eigentlichen Besuch und kann den Museumsbesuch besser in den Tagesablauf einordnen. Potenzielle Wartezeiten an der Tageskassa fallen dann zumindest als eigener Planungsschritt weg.

Das ist vor allem dann relevant, wenn der Besuch in ein stark frequentiertes Zeitfenster fällt: an Wochenenden, Feiertagen oder während einer touristisch besonders vollen Reisezeit. Das Haus der Musik liegt im 1. Wiener Bezirk und ist damit gut in viele innerstädtische Kulturwege integrierbar. Gerade diese gute Erreichbarkeit kann allerdings dazu führen, dass mehrere Besuchergruppen denselben Zeitraum nutzen wollen. Wer nur einen Nachmittag in Wien hat, sollte die Eintrittsfrage nicht erst am Eingang klären.

Die Online-Buchung hat außerdem einen psychologischen, aber nicht unwichtigen Effekt: Der Museumsbesuch wird zu einem fixierten Programmpunkt. Das verhindert zwar nicht jede spontane Änderung, reduziert aber das Risiko, dass der Besuch wegen einer langen Schlange, eines vollen Tagesplans oder einer kurzfristig notwendigen Umplanung ausfällt. Für Reisende, die mehrere Stationen miteinander verbinden, ist diese Verbindlichkeit oft wertvoller als eine kleine preisliche Differenz – die es beim regulären Standardtarif gerade nicht gibt.

Digitale Zusatzleistungen und flexible Nutzung

Über Drittanbieter-Plattformen wie GetYourGuide oder Klook werden Angebote angeboten, in denen eine multimediale Audioguide-App enthalten sein kann. Das eigene Smartphone wird dabei zum mobilen Begleitinstrument. Wer sich nicht nur durch die Räume bewegen, sondern die musikalischen und historischen Zusammenhänge ausführlicher verfolgen möchte, kann darin einen konkreten Mehrwert sehen.

Diese Zusatzleistung ist allerdings nicht automatisch für alle Besucherinnen und Besucher sinnvoll. Für Familien mit kleinen Kindern kann eine Audiobegleitung im Hintergrund bleiben, weil die interaktiven Stationen selbst den Schwerpunkt des Besuchs bilden. Für Lehrkräfte kann eine App eher dann interessant sein, wenn sie in ein vorbereitetes Arbeitsprogramm eingebettet wird. Und wer das Haus der Musik bereits kennt oder nur einen kurzen Eindruck gewinnen möchte, benötigt möglicherweise keine zusätzliche digitale Führung.

Vor dem Kauf sollte deshalb genau geprüft werden, was im jeweiligen Angebot tatsächlich enthalten ist. Der Begriff Online-Ticket bezeichnet nicht immer dasselbe Produkt. Entscheidend können unter anderem folgende Punkte sein:

  • Gilt das Ticket nur am gewählten Tag oder innerhalb eines flexibleren Zeitraums?
  • Ist eine Audioguide-App enthalten oder wird sie separat angeboten?
  • Erfolgt die Buchung direkt beim Museum oder über einen Drittanbieter?
  • Gibt es besondere Bedingungen für Umbuchung, Stornierung oder verspäteten Eintritt?
  • Muss ein Smartphone mit ausreichend Akku und eigener Internetverbindung vorhanden sein?

Ein weiterer, häufig unterschätzter Vorteil betrifft die Gültigkeitsdauer. Manche Online-Tickets sind nicht an ein enges Zeitslot-Fenster gebunden, sondern bieten eine flexible Tagesnutzung oder eine längere Gültigkeit. Für Besucherinnen und Besucher mit ungewissem Tagesablauf, für Reisende mit wechselnden Plänen oder für Familien mit spontanem Programm kann diese zeitliche Entkopplung ausschlaggebend sein.

Die Kehrseite der digitalen Buchung darf dennoch nicht unterschlagen werden. Drittanbieter-Plattformen verarbeiten personenbezogene Daten in einem Umfang, der über die reine Transaktion hinausgehen kann. Die informationelle Selbstbestimmung wird damit faktisch an die Datenpolitik des jeweiligen Anbieters gekoppelt. Wer bewusst entscheiden möchte, sollte vor der Buchung die Angaben zur Datenverarbeitung und die Bedingungen des konkreten Angebots prüfen.

Das ist kein Argument gegen jedes Online-Ticket. Es ist ein Argument dafür, den zusätzlichen Komfort nicht mit einem kostenlosen oder völlig neutralen Vorgang zu verwechseln. Der digitale Weg bringt Bequemlichkeit, kann aber zugleich weitere Geschäftsbedingungen und Datenflüsse mit sich bringen.

Kombi-Angebote und die Jahreskarte für Musikbegeisterte

Wer das Haus der Musik nicht als isolierten Programmpunkt versteht, sondern in einen erweiterten musikhistorischen Kontext einbettet, sollte die Kombi-Tarife prüfen. Das Haus der Musik und das Mozarthaus Vienna bilden in ihrer thematischen Verbindung eine nachvollziehbare Besuchsroute: hier die Stadt der Klänge und die interaktive Auseinandersetzung mit Musik, dort das Wohn- und Schaffenshaus Mozarts als biografischer Anker.

Das Kombi-Ticket für beide Häuser ist preislich günstiger als der doppelte Einzelkauf. Der Vorteil liegt damit nicht nur in der organisatorischen Bündelung, sondern auch in der Tarifstruktur.

TarifHaus der MusikMozarthausKombi-Ticket
Erwachsene19,00 €eigener Tarif26,00 €
Ermäßigt15,00 €eigener Tarif19,00 €

Wer beide Häuser ohnehin besuchen möchte, sollte den Kombitarif vor dem Einzelkauf einplanen. Wer dagegen nur das Haus der Musik sehen will, zahlt mit einem Kombi-Angebot nicht automatisch weniger. Der günstigere Gesamtpreis entsteht erst durch die Verbindung beider Stationen. Das klingt selbstverständlich, wird bei dicht geplanten Wien-Aufenthalten aber leicht übersehen: Ein Kombi-Ticket ist nur dann ein Vorteil, wenn die zweite Einrichtung tatsächlich Teil des Programms wird.

Auch die Reihenfolge kann eine Rolle spielen. Die beiden Häuser sollten nicht nur auf dem Stadtplan, sondern auch im Tagesablauf zusammenpassen. Unterschiedliche Öffnungszeiten, die gewünschte Aufenthaltsdauer und bereits gebuchte Termine können den vermeintlich einfachen Kombibesuch organisatorisch anspruchsvoller machen. Ein niedrigerer Gesamtpreis ersetzt keine realistische Zeitplanung.

Für wen sich die Jahreskarte rechnet

Die Jahreskarte, die Membercard des Hauses der Musik, ist eine andere Kategorie von Entscheidung. Sie kostet 59,00 €, bietet 365 Tage freien Eintritt sowie Rabatte im Museumsshop und auf Konzerttickets. Diese Karte richtet sich weniger an Touristinnen und Touristen mit einem kurzen Wochenendaufenthalt als an Menschen, die das Haus der Musik wiederholt nutzen möchten.

Dazu gehören Wienerinnen und Wiener, die das Haus als regelmäßigen Kultur- und Bildungsort besuchen, Musikpädagoginnen und Musikpädagogen, die ihre Klassen oder Lerngruppen wiederholt an musikalische Themen heranführen, sowie Eltern, die ihren Kindern einen vertrauten Zugang zu den interaktiven Bereichen ermöglichen möchten. Auch für Personen, die regelmäßig Gäste durch Wien begleiten, kann die Karte interessant sein.

Die reine Amortisationsrechnung ist einfach: Vier reguläre Erwachsenenbesuche summieren sich auf 76,00 €. Drei Besuche ergeben 57,00 € und liegen damit noch unter dem Preis der Jahreskarte. Ab dem vierten Besuch ist der Eintritt rechnerisch ausgeglichen; Rabatte im Museumsshop oder auf Konzerttickets sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Diese Rechnung ist allerdings nur dann überzeugend, wenn die Besuche auch realistisch geplant sind. Eine Jahreskarte lohnt sich nicht, weil vier theoretische Termine möglich wären, sondern weil das Haus tatsächlich mehrfach in den Alltag oder in das Jahresprogramm eingebaut wird. Für eine Familie kann die Rechnung außerdem anders aussehen als für eine Einzelperson, weil unterschiedliche Alterskategorien und freie Eintritte berücksichtigt werden müssen.

Die Membercard ist damit keine bloße Rabattkarte für einen einzelnen Wien-Besuch. Sie steht für eine andere Beziehung zum Museum: nicht der einmalige Programmpunkt, sondern die wiederholte Nutzung. Wer das Haus der Musik als kulturelle Infrastruktur begreift, sollte diese Perspektive bei der Entscheidung mitdenken.

Spezielle Konditionen für Schulgruppen und Großgruppen

Für Schulklassen und andere Großgruppen gilt eine eigenständige Tariflogik, die im schulischen Kontext den entscheidenden Unterschied machen kann. Bereits ab 10 Personen greift der Gruppentarif: Erwachsene zahlen 13,00 € pro Person, Schulgruppen ab 12 Jahren 8,50 €, Schulgruppen unter 12 Jahren 6,50 €.

Gerade bei Schulgruppen summiert sich der Unterschied zum regulären Erwachsenentarif schnell. Noch wichtiger als die reine Ersparnis ist jedoch die organisatorische Vorbereitung. Eine Klasse ist keine Ansammlung beliebiger Einzelbesucher. Sie kommt zu einem gemeinsamen Zeitpunkt, bewegt sich in einer bestimmten Gruppengröße durch die Räume und benötigt klare Regelungen für Eintritt, Aufsicht und gegebenenfalls die Aufteilung in kleinere Einheiten.

Diese Konditionen machen das Haus der Musik zu einem strukturell erschwinglichen außerschulischen Lernort – sofern die organisatorischen Voraussetzungen stimmen. Schulklassen sollten den Besuch deshalb nicht spontan an der Tageskassa realisieren. Eine Vorabbuchung ist nicht nur aus preislichen Gründen sinnvoll, sondern auch wegen der Gruppengröße und der damit verbundenen Eingangslogik.

Für Lehrkräfte empfiehlt sich ein verbindlicher Planungsprozess:

1. Frühzeitig Kontakt mit der Museumsverwaltung aufnehmen und den gewünschten Besuchstermin sowie die Verfügbarkeit klären.

2. Das Gruppenticket über den offiziellen Kanal oder eine autorisierte Online-Plattform buchen und die Teilnehmerzahl eindeutig angeben.

3. Vorab prüfen, welche didaktischen Angebote des Hauses für die eigene Klasse passen. Interaktive Stationen zur Klangwahrnehmung, zur Geschichte der Wiener Philharmoniker und zu bedeutenden Komponistinnen und Komponisten können als Ausgangspunkt für die Vor- und Nachbereitung dienen.

4. Die Aufsichtsfrage klären: Wie viele Begleitpersonen werden benötigt, welche Eintrittsregelungen gelten für sie und welche Personen sind als Lehr- oder Betreuungskräfte einzustufen?

5. Bei einem Kombibesuch mit dem Mozarthaus die Termine und Öffnungszeiten beider Häuser aufeinander abstimmen.

6. Den Schülerinnen und Schülern vorab erklären, wie der Besuch abläuft und welche Aufgaben sie vor Ort übernehmen. Das reduziert Unruhe und macht aus dem Museumsbesuch eher eine Lernsequenz als einen bloßen Ortswechsel.

Der digitale Kauf kann für Schulen besonders hilfreich sein, wenn die Gruppe bereits vollständig geplant ist. Er dokumentiert die Buchung, schafft eine gemeinsame Grundlage für die Abrechnung und verringert die Zahl der Entscheidungen, die am Eingang getroffen werden müssen. Gleichzeitig sollte die Lehrkraft die Buchungsbestätigung und die Bedingungen des Anbieters sorgfältig aufbewahren. Bei einer größeren Gruppe ist eine unklare Teilnehmerzahl deutlich schwerer zu korrigieren als bei einem einzelnen Ticket.

Auch Großgruppen außerhalb des Schulbereichs – etwa Vereine, Musikensembles oder Reisegruppen – sollten nicht automatisch vom Standardfall der Einzelbesucher ausgehen. Maßgeblich sind die Gruppengröße, das Alter der Teilnehmenden und die Frage, ob alle Personen gemeinsam eintreffen. Je homogener die Gruppe organisiert ist, desto stärker zahlt sich die Vorabklärung aus.

Wer als Bildungsverantwortlicher das Haus der Musik in ein wiederkehrendes Lernprogramm einbettet, sollte darüber hinaus die Membercard als institutionelle Lösung prüfen. Sie amortisiert sich ab mehreren Besuchen und kann den organisatorischen Aufwand einzelner Buchungen reduzieren. Ob sie tatsächlich passt, hängt davon ab, wer die Karte nutzen darf und wie die wiederkehrenden Besuche organisiert werden. Die Entscheidung sollte daher nicht nur rechnerisch, sondern auch institutionell getroffen werden.

Öffnungszeiten und Planungshilfen für den Museumsbesuch

Das Haus der Musik ist täglich von 10:00 bis 22:00 Uhr geöffnet. Eine Ausnahme bildet der 24. Dezember, an dem das Haus von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet ist. Die lange tägliche Öffnungszeit ermöglicht sowohl klassische Vormittagsbesuche als auch einen späteren Rundgang nach anderen Programmpunkten in der Wiener Innenstadt.

Diese zeitliche Flexibilität ist ein echter Planungsvorteil. Sie bedeutet aber nicht, dass jede Uhrzeit für jede Art von Besuch gleich gut geeignet ist. Wer mit einer Schulklasse arbeitet, wird den Besuch anders strukturieren als ein Paar, das am Abend noch ein Konzert besucht. Familien benötigen möglicherweise mehr Zeit für Pausen und Übergänge, während Einzelbesucher die interaktiven Stationen in einem konzentrierten Rundgang erkunden können.

Für die Planung sind vor allem drei Variablen entscheidend: Tageszeit, Besuchsdauer und Rahmenprogramm.

Wer das Haus intensiv nutzen will – also die interaktiven Stationen, die spezifisch Wiener Klangwelt und die Hörbeispiele großer Kompositionen nicht nur oberflächlich durchlaufen möchte –, sollte mindestens zwei bis drei Stunden einplanen. Wer das Haus als kompakten Bildungsanlass im Rahmen eines Wiener Stadtrundgangs versteht, kann die zentralen Stationen auch in etwa eineinhalb Stunden erkunden. Die tatsächliche Dauer hängt davon ab, ob Besucherinnen und Besucher lesen, ausprobieren, zuhören oder einzelne Themen gezielt vertiefen.

Wer den Besuch als analytische Aufgabe begreift, kommt mit einer Stunde aus. Wer ihn hingegen als klangliche Erfahrung versteht, braucht deutlich mehr Zeit.

Die Lage des Hauses der Musik im 1. Wiener Bezirk, in der Nähe der Wiener Staatsoper, macht es zu einem gut anschließbaren Punkt für kulturelle Rundgänge. Von dort aus lässt sich der Besuch mit weiteren Stationen in der Innenstadt verbinden, etwa mit der Staatsoper, der Albertina oder dem MuseumsQuartier. Diese Lage ist zugleich Chance und Planungsaufgabe: Je mehr Programmpunkte an einem Tag kombiniert werden, desto weniger sollte man die Wege- und Übergangszeiten unterschätzen.

Eine bewusste Tageszeitwahl kann das Besuchserlebnis deutlich beeinflussen. Vormittage unter der Woche sind häufig besser geeignet, wenn die interaktiven Stationen möglichst ungestört genutzt werden sollen. Samstage zur Mittagszeit können dagegen stärker von touristischen Gruppen und Familien geprägt sein. Das ist kein Grund, solche Zeitfenster grundsätzlich zu vermeiden. Es spricht aber dafür, den eigenen Anspruch an den Besuch vorher zu klären.

Für einen kurzen Besuch lohnt es sich, vorab zwei oder drei Schwerpunkte festzulegen. Wer dagegen mehrere Stunden bleiben möchte, sollte nicht jede Station in ein starres Programm pressen. Gerade ein Haus mit interaktiven und akustischen Elementen lebt davon, dass Besucherinnen und Besucher bei einzelnen Themen länger verweilen können. Bei Schulgruppen kann es sinnvoll sein, die Klasse in kleinere Arbeitsgruppen aufzuteilen und anschließend Eindrücke zusammenzuführen.

Auch die Verbindung mit anderen Kulturstationen sollte nicht zu eng getaktet werden. Ein Museum ist kein Umsteigebahnhof, an dem sich jede Minute exakt kalkulieren lässt. Ein längerer Aufenthalt an einer Klangstation, eine verspätete Gruppe oder eine unerwartete Wartezeit können den Zeitplan verändern. Online-Tickets schaffen zwar eine bessere Ausgangslage, ersetzen aber keine Puffer im Tagesprogramm.

Fazit: Die Frage ist nicht, ob online, sondern unter welchen Bedingungen

Der Online-Kauf von Tickets für das Haus der Musik ist weder eine pauschale Empfehlung noch ein grundsätzlich notwendiger Schritt. Die Entscheidung hängt davon ab, wie verbindlich der Besuch geplant ist und welche zusätzlichen Leistungen benötigt werden.

Wer spontan, ohne großen Vorlauf und ohne Interesse an digitalen Zusatzangeboten ein Wiener Museum besuchen möchte, kann an der Tageskassa kaufen. Der Preis für das reguläre Einzelticket ist identisch, und für einen flexiblen Einzelbesuch ist der direkte Kauf häufig ausreichend. Wer dagegen den Museumsbesuch in eine eng getaktete Reiseroute einbettet, Wartezeit vermeiden oder eine multimediale Begleitung nutzen möchte, fährt mit der Online-Buchung strukturell besser.

Für Schulen, Familien und Großgruppen liegt der entscheidende Punkt nicht nur im Buchungskanal. Hier zählen Gruppentarif, Teilnehmerzahl, Aufsicht, Verfügbarkeit und eine realistische Ablaufplanung. Wer mehrfach im Jahr kommt, sollte zusätzlich die Jahreskarte prüfen. Für einen einmaligen Aufenthalt bleibt sie meist die falsche Kategorie; für regelmäßige Besuche kann sie bereits ab dem vierten Erwachsenenbesuch rechnerisch interessant werden.

Was bleibt, ist eine nüchterne Bilanz: Tickets zu kaufen für das Haus der Musik ist keine reine Sparfrage. Der Online-Kanal bringt vor allem Planbarkeit, kann je nach Angebot flexible Nutzung oder eine Audioguide-App ermöglichen und entlastet den Besuchstag. Gleichzeitig sollten die Bedingungen des jeweiligen Anbieters und die Verarbeitung personenbezogener Daten nicht ausgeblendet werden.

Wer an der Kassa kauft, verschenkt beim regulären Eintrittspreis keine Euros. Möglicherweise verschenkt er aber Zeit, wenn der Besuch in ein knappes Programm fällt oder die Nachfrage vor Ort höher ist als erwartet. Wer online bucht, kauft dagegen nicht automatisch den besseren Eintritt – sondern eine andere Form der Vorbereitung. Genau darin liegt der eigentliche Wert des digitalen Kaufs: nicht in einem vermeintlichen Rabatt, sondern in der Möglichkeit, den Besuch des Hauses der Musik passend zur eigenen Gruppe, zum eigenen Zeitplan und zum eigenen Interesse zu organisieren.

Praktische Hinweise

Währung: EUR

Verkehr: rechts

Notrufnummer: 112

Häufige Fragen

Sind Tickets für das Haus der Musik online günstiger als an der Kassa?
Nein. Der reguläre Eintrittspreis für Erwachsene beträgt sowohl an der Museumskassa als auch über offizielle Online-Verkaufsstellen 19,00 €. Der Vorteil des Online-Kaufs liegt vor allem in der besseren Planbarkeit und der möglichen Vermeidung von Wartezeiten.
Wie viel kostet der Eintritt ins Haus der Musik?
Erwachsene zahlen 19,00 €, ermäßigte Besucherinnen und Besucher 15,00 € und Kinder unter 12 Jahren 8,00 €. Kinder unter 3 Jahren haben freien Eintritt.
Wann lohnt sich die Jahreskarte für das Haus der Musik?
Die Membercard kostet 59,00 € und bietet 365 Tage freien Eintritt sowie Rabatte im Museumsshop und auf Konzerttickets. Ab dem vierten regulären Erwachsenenbesuch ist der Eintritt rechnerisch ausgeglichen.
Welche Gruppentarife gibt es im Haus der Musik?
Ab 10 Personen gilt ein Gruppentarif. Erwachsene zahlen 13,00 € pro Person, Schulgruppen ab 12 Jahren 8,50 € und Schulgruppen unter 12 Jahren 6,50 €.
Wie lange sollte man für den Besuch im Haus der Musik einplanen?
Für einen intensiven Besuch mit interaktiven Stationen und Hörbeispielen sind mindestens zwei bis drei Stunden sinnvoll. Für einen kompakten Rundgang im Rahmen eines Stadtrundgangs können etwa eineinhalb Stunden ausreichen.