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Glasmuseum Murano Tickets: Der Wegweiser zur MINT-Exkursion

10 Euro Vollpreis, 7,50 Euro ermäßigt und 4 Euro pro Kopf für Schulklassen zwischen September und Mitte März: Die Glasmuseum Murano Tickets sind bei einer schulischen Reise kein Nebendetail.

Glasmuseum Murano Tickets: Der Wegweiser zur MINT-Exkursion

Glasmuseum Murano Tickets: Der Wegweiser zur MINT-Exkursion

Sie gehören in dieselbe Kalkulation wie Vaporetto, Unterkunft und pädagogisches Programm. Wer eine MINT-Exkursion nach Venedig plant, muss Kosten, verfügbare Zeitfenster und Buchungsbedingungen zusammenbringen, bevor aus einer interessanten Idee ein belastbarer Reiseplan wird.

Tickets und Preise

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Das Museo del Vetro auf Murano eignet sich dafür besonders gut, weil sich der Museumsbesuch mit Fragen aus Chemie, Physik und Materialwissenschaft verbinden lässt. Der Mehrwert entsteht allerdings nicht automatisch durch den Ort. Entscheidend ist, ob Eintritt, Anreise und eine mögliche Glasbläservorführung so aufeinander abgestimmt sind, dass aus dem Museumsbesuch mehr wird als ein kurzer Rundgang durch eine Sammlung.

Preisstruktur und Ticketoptionen für Einzelbesucher

Das Glasmuseum Murano ist im Palazzo Giustinian an der Fondamenta Marco Giustinian 8 untergebracht. Die Sammlung gehört zu den wichtigsten Anlaufstellen, wenn die Entwicklung des Muranoglases nicht nur als kunsthistorisches Thema, sondern auch als Geschichte von Materialien, Verfahren und technischer Erfahrung betrachtet werden soll.

Für Einzelbesucher gelten zwei zentrale Preisstufen:

ParameterVollpreisErmäßigter Preis
Einzelticket10,00 €7,50 €
Ermäßigter EintrittErwachsene ab 26 JahrenKinder von 6 bis 14 Jahren, Studierende von 15 bis 25 Jahren, Senioren ab 65 Jahren
Kinder von 0 bis 5 Jahrenfreifrei
Menschen mit Behinderung und Begleitpersonfreifrei

Die Altersgrenzen sind für Schulgruppen nicht nur eine Formalie. Bei gemischten Gruppen, etwa wenn Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen gemeinsam reisen, sollte die Zusammensetzung vor der Buchung sauber erfasst werden. Für eine reine Schulklasse ist dagegen in der Regel der spezielle Tarif für Schulgruppen der wichtigere Bezugspunkt.

Der Eintritt für bis zu zwei begleitende Lehrkräfte pro Schulklasse ist kostenfrei. Das verändert die Gesamtrechnung zwar nicht grundlegend, verhindert aber, dass die Betreuungspersonen unbemerkt als zusätzliche reguläre Tickets in der Kalkulation auftauchen. Bei einer Klasse mit 28 Schülerinnen und Schülern liegt der Eintritt im günstigeren Zeitraum damit bei 112 Euro, wenn die beiden Lehrkräfte eingeschlossen sind.

Tickets können grundsätzlich vor Ort gekauft werden. Für einen individuellen Museumsbesuch ist das die unkomplizierte Variante. Bei Schulklassen und geplanten Bildungsangeboten reicht diese Logik jedoch nicht aus. Gruppen sollten die gewünschte Aktivität vorab reservieren, weil nicht nur der Eintritt, sondern auch die verfügbare Kapazität und der zeitliche Ablauf eine Rolle spielen.

Bei den Glasmuseum-Murano-Eintrittspreisen ist der Saisonzeitraum der größte Hebel. Für Schulklassen kann der Unterschied zwischen einem Besuch im Winterhalbjahr und einem Termin außerhalb des Sonderzeitraums deutlich stärker ins Gewicht fallen als die Frage, ob ein einzelnes Ticket online oder vor Ort gekauft wird.

Wer Tickets für das Glasmuseum Murano online kaufen möchte, sollte die Buchung deshalb nicht als bloßen Bezahlvorgang verstehen. Sie ist Teil der Exkursionsplanung: Wie viele Personen kommen tatsächlich? Soll nur das Museum besucht werden? Wird eine Führung oder eine Vorführung ergänzt? Und bleibt genug Zeit, um vom Anleger zum Museum und gegebenenfalls weiter zur Glasbläserschule zu gelangen?

Spezielle Konditionen für Schulklassen und MINT-Exkursionen

Für Schulgruppen ist der Zeitraum vom 1. September bis 15. März finanziell besonders interessant. In dieser Zeit beträgt der Eintritt für Schülerinnen und Schüler 4 Euro pro Person. Außerhalb dieses Zeitfensters gilt für die Schülergruppe der reguläre ermäßigte Tarif von 7,50 Euro pro Person.

ReisezeitraumEintritt pro SchülerBeispiel: 28 Schüler
1. September bis 15. März4,00 €112,00 €
Außerhalb dieses Zeitraums7,50 €210,00 €

Die Differenz beträgt im Beispiel 98 Euro. Das ist genug, um bei einer größeren Reise über zusätzliche Arbeitsmaterialien, eine weitere pädagogische Aktivität oder schlicht über einen besseren finanziellen Puffer zu entscheiden. Der günstige Zeitraum ist also kein kleiner Rabatt am Rand, sondern eine echte Planungsvariable.

Für die Inanspruchnahme des Schulklassenangebots muss eine Namensliste der Schule vorgelegt werden. Mehr lässt sich aus der bestätigten Vorgabe nicht ableiten: Entscheidend ist, dass die Liste vorhanden ist und die Zugehörigkeit zur Schulgruppe nachvollziehbar macht. Zusätzliche Anforderungen an ein bestimmtes Schreiben, eine besondere Form oder eine Unterschrift sollten nicht als feste Voraussetzung eingeplant werden, wenn sie nicht ausdrücklich bestätigt sind.

Die vorherige Reservierung der Schulaktivität ist verpflichtend. Das gilt vor allem dann, wenn der Museumsbesuch in einen größeren Exkursionsplan eingebettet ist. Ohne Vorabreservierung lässt sich nicht zuverlässig davon ausgehen, dass eine Gruppe zum gewünschten Zeitpunkt aufgenommen oder in ein pädagogisches Angebot integriert werden kann. Gerade bei Schulklassen ist das relevant, weil sich ein spontanes Ausweichen nur schwer organisieren lässt: Die Fähre fährt nach Fahrplan, die Mittagspause ist meist festgelegt und weitere Programmpunkte warten nicht beliebig.

Was in die Gruppenplanung gehört

Eine belastbare Anmeldung beginnt nicht mit der Frage, ob alle Schülerinnen und Schüler den Museumsbesuch interessant finden. Sie beginnt mit einer realistischen Gruppengröße und einem Zeitfenster, das auch bei Verzögerungen funktioniert.

Zu den Angaben, die intern vor der Reservierung feststehen sollten, gehören:

  • die Zahl der Schülerinnen und Schüler,
  • die Zahl der begleitenden Lehrkräfte,
  • der gewünschte Besuchstag,
  • die Entscheidung zwischen reinem Museumsbesuch und erweitertem Programm,
  • der Zeitraum der An- und Abreise nach Murano,
  • die Namensliste der Schule für den Gruppeneintritt.

Bei mehreren Klassen sollte die Schule außerdem klären, ob alle Gruppen gemeinsam oder in getrennten Zeitfenstern durch das Programm geführt werden sollen. Aus der Gruppengröße allein folgt nicht automatisch, dass ein pädagogisches Angebot mehrfach gebucht werden muss. Das hängt vom konkreten Ablauf und von der Bestätigung durch das Museum beziehungsweise den jeweiligen Anbieter ab. Genau hier ist eine Anfrage vor der endgültigen Kostenfreigabe sinnvoller als eine scheinbar präzise, aber nicht abgesicherte Rechnung.

Der Museum Pass als strategische Wahl für Venedig-Reisen

Das Glasmuseum Murano ist nur eines der Museen, die bei einer mehrtägigen Venedig-Reise auf dem Plan stehen können. Wer zusätzlich den Dogenpalast, das Museo Correr oder die Gallerie dell’Accademia einplant, sollte prüfen, ob ein Museum Pass in die Route passt.

Pass-OptionVollpreisErmäßigt
Museum Pass für die MUVE-Museen50,00 €25,00 €
Gültigkeitsdauer6 Monate6 Monate
EnthaltenEinmaliger Eintritt in die städtischen Museen Venedigsidentischer Leistungsumfang

Für den Vollpreis liegt der rechnerische Schwellenwert bei fünf Besuchen, wenn man mit dem Einzelticket von 10 Euro rechnet. Beim ermäßigten Preis ist die Rechnung weniger geradlinig: Vier Eintritte zum Einzelpreis von 7,50 Euro ergeben 30 Euro, während der ermäßigte Pass mit 25 Euro darunter liegt. Der Pass kann sich also bereits ab mehreren Museumsbesuchen rechnen, sofern die gewählten Häuser tatsächlich vom Pass abgedeckt sind und die Gruppe die Besuche innerhalb der Gültigkeitsdauer nutzt.

Für eine MINT-orientierte Reise ist die Entscheidung nicht nur eine Frage des Eintrittspreises. Der Pass kann sinnvoll sein, wenn die Reise bewusst mehrere Sammlungen und Perspektiven verbindet: Glas als Werkstoff im Museo del Vetro, naturkundliche Exponate an anderer Stelle und gegebenenfalls weitere Stationen mit einem Bezug zu Technik, Gestaltung oder Produktionsgeschichte. Eine solche Route verlangt allerdings mehr als das Addieren von Eintrittspreisen. Die Wege zwischen den Häusern, die Fährverbindungen und die Konzentrationsfähigkeit der Gruppe müssen zusammenpassen.

Bei einer eintägigen Exkursion mit ausschließlich Murano auf dem Programm ist der Museum Pass dagegen meist kein strategischer Vorteil. Dann steht der einzelne Gruppeneintritt im Mittelpunkt. Die bessere Entscheidung ist in diesem Fall nicht das umfangreichere Ticket, sondern ein sauberer Ablauf mit ausreichend Zeit für Museum, Wege und Nachbereitung.

Saisonale Öffnungszeiten und Planung der Anreise

Die Öffnungszeiten des Glasmuseums folgen einem saisonalen Raster. Im Sommerhalbjahr vom 1. April bis 31. Oktober ist das Museum täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Im Winterhalbjahr vom 1. November bis 31. März gilt eine Öffnungszeit von 10 bis 17 Uhr.

Für den Zeitraum vom 1. Mai bis 26. September 2026 sind außerdem verlängerte Öffnungen am Freitag und Samstag bis 20 Uhr vorgesehen; der letzte Einlass erfolgt um 19 Uhr. Für Schulgruppen sind solche Abendzeiten nicht automatisch die bessere Wahl. Sie können interessant sein, wenn die Reise mit einem anderen Programmpunkt verbunden wird, verlangen aber eine genaue Abstimmung der Rückfahrt und der Betreuung.

Eine außerordentliche Öffnung außerhalb der regulären Zeiten muss im Voraus beantragt werden. Für diese Sonderöffnung ist eine Vorlaufzeit von mindestens fünf Werktagen bestätigt. Diese Frist bezieht sich ausdrücklich auf den Antrag für eine Öffnung außerhalb der normalen Zeiten. Sie sollte daher nicht verallgemeinert werden, als müsse jede reguläre Online-Reservierung mindestens fünf Werktage vorher erfolgen. Umgekehrt ist es riskant, eine Sonderöffnung kurzfristig als selbstverständlich zu behandeln: Ob sie möglich ist, hängt von der Bestätigung und der organisatorischen Umsetzung ab.

Die Anreise ist Teil des Stundenplans

Die Strecke nach Murano wirkt auf dem Stadtplan kurz, kann mit einer Schulklasse aber schnell zum Taktgeber des gesamten Tages werden. Die Linie 12 von Fondamente Nove nach Murano ist für viele Besucher die naheliegende Verbindung. Für eine Gruppe zählt dabei nicht nur die reine Fahrzeit. Relevant sind auch der Weg zum Anleger, das Sammeln der Klasse, das Einsteigen und das erneute Zählen nach dem Aussteigen.

Ein sinnvoller Ablauf lässt deshalb einen Puffer zwischen Ankunft auf Murano und dem Beginn des Museumsbesuchs. Wer die Gruppe direkt auf die Minute einplant, überträgt jede kleine Verzögerung aus Venedig in den nächsten Programmpunkt. Bei einer privaten Bootslösung kann die zeitliche Kontrolle größer sein, die Kosten liegen jedoch höher. Ob sich das lohnt, ist eine Frage der Gruppengröße, des Tagesplans und des verfügbaren Budgets — nicht automatisch eine Empfehlung für jede Schule.

Für den Museumsbesuch selbst sind mindestens 90 Minuten eine brauchbare Größenordnung. Soll die Gruppe mit Beobachtungsaufgaben arbeiten, Materialien vergleichen oder die Herstellungstechniken anschließend gemeinsam auswerten, sind etwa zwei Stunden realistischer. Dazu kommen die Wege, eine Pause und gegebenenfalls die Glasbläservorführung. Für Murano allein sollte deshalb nicht nur die reine Ausstellungszeit reserviert werden. Ein Programm von insgesamt ungefähr vier Stunden lässt mehr Raum, damit die Exkursion nicht aus einer Abfolge von Ein- und Ausstiegen besteht.

Kombination mit der Glasbläserschule Abate Zanetti

Das Angebot „Storie d’arte, di sabbia, di fuoco“ — Geschichten aus Kunst, Sand und Feuer — kann den Museumsbesuch um eine praktische Perspektive ergänzen. Für eine MINT-Exkursion liegt darin der entscheidende Unterschied zwischen dem Anschauen fertiger Objekte und dem Beobachten eines Herstellungsprozesses.

Die kombinierte Aktivität umfasst den geführten Rundgang durch das Museum und eine Glasbläservorführung in Verbindung mit der Scuola del Vetro Abate Zanetti. In der Planung muss berücksichtigt werden, dass Museum und Vorführung organisatorisch getrennte Stationen sind. Die Demonstration findet nicht einfach in den Ausstellungsräumen des Museums statt. Wege, Übergänge und die verfügbare Zeit gehören daher in denselben Ablaufplan wie der Eintritt.

Für die kombinierte Aktivität werden 150 Euro genannt. Die Preisbasis dieser Summe ist in der vorliegenden Faktengrundlage jedoch nicht eindeutig ausgewiesen. Sie sollte deshalb als Preis für die kombinierte Aktivität in die Anfrage und Kalkulation übernommen werden, ohne daraus automatisch einen Pro-Kopf-Preis abzuleiten. Wie sich die Summe bei unterschiedlichen Gruppengrößen oder bei mehreren Klassen verändert, muss vor der verbindlichen Buchung geklärt werden.

Das ist ein kleiner, aber wichtiger Unterschied. Eine scheinbar günstige Rechnung pro Schüler kann schnell unzuverlässig werden, wenn nicht feststeht, ob der Betrag pro Termin, pro Gruppe oder nach einer anderen Grundlage berechnet wird. Für die Budgetfreigabe ist die bestätigte Gesamtsumme entscheidend — und die Frage, welche Leistung sie genau umfasst.

Der MINT-Bezug entsteht durch die Vorbereitung

Die Glasherstellung bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Unterricht:

  • Chemie: Glas lässt sich als Material über seine Ausgangsstoffe, Färbungen und die Wirkung verschiedener Zusätze untersuchen. Die Schülerinnen und Schüler können beobachten, dass Farbe und Transparenz nicht nur dekorative Eigenschaften sind, sondern mit der Zusammensetzung des Materials zusammenhängen.
  • Physik: Die Verarbeitung einer Glasschmelze macht Temperatur, Viskosität und Wärmeleitung anschaulich. Was im Unterricht abstrakt bleibt, wird bei der Arbeit am heißen Material als Prozess sichtbar.
  • Materialwissenschaft: Glas ist kein klassischer Kristall, sondern ein amorpher Werkstoff. Fragen nach Struktur, Transparenz, Abkühlung und inneren Spannungen lassen sich deshalb direkt an den Exponaten und an der Vorführung aufgreifen.
  • Technikgeschichte: Die Sammlung zeigt nicht nur fertige Gefäße oder Schmuckstücke. Sie dokumentiert auch, wie sich Formen, Werkzeuge und handwerkliche Verfahren über längere Zeit entwickelt haben.

Die Vorführung ist keine Laborübung. Die Schülerinnen und Schüler beobachten die Arbeit ausgebildeter Glasbläser, können Fragen stellen und je nach Programm praktische Elemente kennenlernen. Genau deshalb sollte die Lehrkraft vorab festlegen, worauf die Gruppe achten soll. Möglich sind etwa Beobachtungsaufträge zur Formveränderung, zur Temperaturführung oder zur Arbeitsteilung am Ofen.

Ohne diese Einbettung bleibt die Vorführung leicht ein eindrucksvoller, aber isolierter Programmpunkt. Mit vorbereiteten Fragen wird sie zu einer Unterrichtssituation außerhalb des Klassenraums. Nach dem Besuch kann die Gruppe die Beobachtungen in einem kurzen Protokoll, einer Skizze des Herstellungsablaufs oder einer Diskussion über Werkstoffe und Energieeinsatz auswerten.

Kostenoptimierung: Was sich belastbar rechnen lässt

Die Eintrittskosten lassen sich klar berechnen. Bei der kombinierten Aktivität ist dagegen die Preisbasis vor einer endgültigen Kalkulation zu bestätigen. Eine belastbare Übersicht kann deshalb zunächst nur den Museumseintritt isoliert darstellen:

SzenarioSchülerEintritt pro SchülerEintritt gesamtLehrkräfte
1 Tag, September bis Mitte März284,00 €112,00 €bis zu zwei pro Klasse frei
1 Tag außerhalb des Sonderzeitraums287,50 €210,00 €bis zu zwei pro Klasse frei
1 Tag, September bis Mitte März564,00 €224,00 €nach Gruppenzuschnitt prüfen
1 Tag außerhalb des Sonderzeitraums567,50 €420,00 €nach Gruppenzuschnitt prüfen

Für die Vorführung werden zusätzlich 150 Euro für die kombinierte Aktivität genannt. Diese Summe sollte separat ausgewiesen werden. Erst wenn die Buchungsstelle bestätigt, auf welche Einheit sich der Preis bezieht, lässt sich der Gesamtbetrag seriös auf eine Klasse oder einzelne Schülerinnen und Schüler herunterbrechen.

Auch bei zwei Klassen sollte die Schule nicht automatisch mit zwei Vorführungen und dem doppelten Betrag rechnen. Möglich ist eine gemeinsame Aktivität, möglich sind getrennte Zeitfenster — die Faktengrundlage legt nicht fest, dass zwingend zwei kostenpflichtige Termine erforderlich sind. Die richtige Vorgehensweise ist daher eine konkrete Anfrage mit Gruppengröße, Klassenanzahl und gewünschtem Ablauf.

Die Kostenoptimierung besteht damit nicht nur darin, den günstigsten Eintrittszeitraum zu wählen. Sie besteht vor allem darin, die Buchung so zu formulieren, dass keine Leistung doppelt eingeplant wird und keine Annahme über die Preisbasis später zur Überraschung wird.

Eine gute Exkursionskalkulation ist nicht die mit den meisten Nachkommastellen. Sie ist diejenige, die zwischen bestätigten Eintrittspreisen, reservierungspflichtigen Leistungen und noch zu klärenden Kosten sauber unterscheidet.

Vom Ticket zur Lernroute

Der Besuch des Glasmuseums lässt sich auf unterschiedliche Weise in eine Venedig-Reise integrieren. Für eine kurze Gruppe mit engem Zeitplan genügt ein konzentrierter Rundgang durch die Sammlung. Die Schülerinnen und Schüler erhalten dabei einen Überblick über Formen, Techniken und die Entwicklung des Muranoglases.

Eine zweite Variante verbindet den Museumsbesuch mit einer Unterrichtssequenz. Vor der Reise werden die Eigenschaften von Glas, die Rolle von Farbstoffen und die Grundlagen der Wärmebehandlung vorbereitet. Im Museum sammelt die Gruppe konkrete Beobachtungen. Danach folgt eine Auswertung, bei der die Exponate nicht nur beschrieben, sondern mit den zuvor behandelten Begriffen erklärt werden.

Die dritte Variante ergänzt den Rundgang um die Glasbläservorführung. Sie ist organisatorisch anspruchsvoller, kann aber den stärksten praktischen Bezug herstellen. Damit sie nicht zum isolierten Spektakel wird, sollte die Lehrkraft die Arbeitsaufträge auf wenige Kernfragen begrenzen:

1. Wie verändert sich die Form des Materials während der Bearbeitung?

2. Welche Arbeitsschritte verlangen besonders genaue Temperatur- oder Bewegungssteuerung?

3. Welche Unterschiede gibt es zwischen einem fertigen Glasobjekt und dem Material während der Herstellung?

4. Welche Eigenschaften des Werkstoffs lassen sich unmittelbar beobachten, welche müssen im Unterricht erklärt werden?

Diese Fragen geben der Gruppe eine Richtung, ohne den Besuch in ein Arbeitsblatt-Marathon zu verwandeln. Gerade bei einer Exkursion ist es sinnvoller, wenige Beobachtungen gründlich auszuwerten, als jede Vitrine mit einem eigenen Auftrag zu versehen.

Was vor der Buchung feststehen sollte

Bevor die Schule Glasmuseum-Murano-Tickets oder ein erweitertes Angebot verbindlich bucht, sollten die Eckdaten in einer einzigen Planung zusammengeführt werden:

  • Liegt der Termin zwischen dem 1. September und dem 15. März?
  • Wie viele Schülerinnen und Schüler nehmen tatsächlich teil?
  • Welche Lehrkräfte begleiten die jeweilige Klasse?
  • Ist die Namensliste der Schule vorbereitet?
  • Ist die notwendige Vorabreservierung erfolgt?
  • Handelt es sich um eine reguläre Öffnung oder soll eine Sonderöffnung außerhalb der Öffnungszeiten beantragt werden?
  • Wird nur das Museum besucht oder auch die kombinierte Aktivität mit der Abate Zanetti eingeplant?
  • Ist bei mehreren Klassen bestätigt, wie die Aktivität organisatorisch und preislich behandelt wird?
  • Passt der Museumszeitpunkt zum Vaporetto-Fahrplan und zu den weiteren Stationen des Tages?

Nur die Sonderöffnung außerhalb der regulären Zeiten ist ausdrücklich an die Vorlaufzeit von mindestens fünf Werktagen gebunden. Für die übrige Planung gilt trotzdem: Je früher die Schule reserviert, desto leichter lassen sich Teilnehmerzahl, Zeitfenster und Programm aufeinander abstimmen.

Das Glasmuseum Murano ist damit keine Station, die man bei einer Venedig-Reise einfach zwischen zwei Fährfahrten einschiebt. Für Schulklassen ist der Besuch ein kleines logistisches System: Eintritt, Namensliste, Vorabreservierung, Anreise und pädagogischer Ablauf müssen zusammenpassen. Die Eintrittspreise sind transparent. Weniger transparent sind dort, wo zusätzliche Aktivitäten und größere Gruppen ins Spiel kommen, die Preisgrundlage und der genaue Ablauf. Diese Punkte sollten nicht geschätzt, sondern vor der Buchung bestätigt werden.

Für eine MINT-Exkursion bleibt Murano trotzdem eine starke Adresse. Glas verbindet Gestaltung mit Materialkunde, Handwerk mit Technik und sichtbare Formen mit chemischen und physikalischen Prozessen. Wer den günstigeren Schulgruppentarif nutzen kann, die Reservierung rechtzeitig organisiert und die Vorführung didaktisch vorbereitet, erhält keinen bloßen Museumsstopp, sondern eine Lernroute mit nachvollziehbarem fachlichem Kern.

Praktische Hinweise

Währung: EUR

Verkehr: rechts

Notrufnummer: 112

Wichtige Fakten

Baujahr: 1861

Denkmalstatus: italienisches Nationalmonument

Offizielle Website: museovetro.visitmuve.it

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Eintritt für Schulklassen im Glasmuseum Murano?
Im Zeitraum vom 1. September bis zum 15. März zahlen Schüler 4 Euro pro Person. Außerhalb dieses Zeitraums gilt der reguläre ermäßigte Tarif von 7,50 Euro.
Müssen Schulgruppen ihren Besuch im Glasmuseum Murano vorab anmelden?
Ja, eine vorherige Reservierung der Schulaktivität ist verpflichtend, um die Kapazitäten und den zeitlichen Ablauf sicherzustellen.
Was ist für den Gruppeneintritt von Schulklassen erforderlich?
Für die Inanspruchnahme des Schulklassenangebots muss eine Namensliste der Schule vorgelegt werden, die die Zugehörigkeit zur Gruppe nachweist.
Wie viel Zeit sollte für einen Besuch im Glasmuseum Murano eingeplant werden?
Für den reinen Museumsbesuch sind mindestens 90 Minuten ratsam. Inklusive Glasbläservorführung und Wegen sollte ein Zeitfenster von etwa vier Stunden eingeplant werden.
Gibt es eine Vorlaufzeit für die Buchung von Sonderöffnungen?
Für eine außerordentliche Öffnung außerhalb der regulären Zeiten ist ein Antrag mit einer Vorlaufzeit von mindestens fünf Werktagen erforderlich.

Foto: Deror avi / CC BY-SA 3.0 — Wikimedia Commons